Reisebericht Uta und Reiner Raasch

von

Sawubona South Africa

Get in touch“ – in Kontakt treten

Menschen sehen, mit ihnen reden, sie umarmen und unverhofft antreffen, dass macht das Leben spannend. So einzigartig war die Reise für Reiner und mich von Ende Januar bis Mitte Februar. Unsere Reiseziele waren Südafrika und Swasiland. Mit Äthiopien Airlines tauchten wir in die afrikanische Zeitmaschinerie ein. Plötzlich war ab Addis Abeba keine Uhr mehr nötig. Denn es lief nun anders. Der Flug war später dran als geplant. Wie schön war es, dass unser Leihauto noch da war und wir nicht mit der Bahn fahren mussten (grins). Die zwei Tage in Durban am indischen Ozean halfen uns wieder etwas afrikanischer zu werden, nämlich spontan. „Uta, was denkst du? Ich würde gerne mit meiner Schwester, meinen Eltern und euch schwimmen gehen? Wäre das ok?“, fragte die 8 jährige Tochter unserer Freunde, als wir gerade mal die Koffer abgestellt hatten. Ja, es war ok und wir genossen das kühle Nass bei über 34 C° und Reiner den Kontakt mit einer Blau- Flaschenqualle (portugiesische Galeere). Diese Berührung war doch etwas schmerzhaft. Doch nach einem Tag war nur mehr eine kleine Brandblase sichtbar. Was wird wohl der nächste Berührungspunkt sein? Es war das Eintauchen in die schöne Natur von KwaZulu-Natal. Mit dem Auto sahen wir in Windeseile die herrlichen Wälder, Berge, Menschen und Tiere. Intensiver wurden die Begegnungen aber dafür in Tugela Ferry selber. Seit mehr als 17 Jahren sind Beziehungen zu ganz lieben Menschen dort gewachsen. Es ist egal welche Hautfarbe wir haben, wir treffen uns sehr gerne wieder. Wer Südafrikaner besucht, egal ob Zulu, Afrikaans oder Englischer Hintergrund, es wird immer gut gegessen. Bei den Zulus gibt es sehr große Steaks und Burenwurst, bei Afrikaans Babooti mit Lamm und Aprikosen oder Hähnchen mit… Mehr als das Essen ist aber die Gemeinschaft und der Austausch. Sie erzählten uns ihre Freuden und ihr Leid. Daraufhin durften wir als Christen miteinander beten.

Beeindruckend waren die Kontakte mit den Patenkindern und vor allem mit jenen, die jetzt auf eigenen Füßen stehen und sich versorgen können. Zu direkten Begegnungen kam Reiner, als er im Gefängnis in Pomeroy die Männer dort ermutigen durfte ihre Zukunft anders zu gestalten, als zuvor. Das Resümee war der Wunsch eines Mannes sich weiter von der „Fels des Lebens Kirche begleiten zu lassen. Nun, aber leider waren die 10 Tage in Tugela so schnell rum, dass wir uns bald mit der Grenzpolizeibehörde Südafrikas auseinandersetzen mussten, als wir nach Swasiland wollten. Es dauerte etwas länger, als wir es von Deutschland gewohnt sind. Aber wir durften weiterfahren. In Manzini besuchten wir unsere Freunde aus Deutschland und staunten über ihre Gelassenheit. Da kann es nach Regen am Himmel aussehen, aber dennoch wir fuhren in den Tierpark und hatten eine herrliche Zeit im Pool und schlammige Straßen mit Rutschanteil bei der Heimfahrt. Bei 43 C° schwitzen wir mit den Swazi in ihrem Kraal und sahen einem Affen zu, wie er sich Essen aus einem großen Dreibeintopf holte usw. Mangos waren so was von lecker und unser Freunde so was von gastfreundlich. Das wir auf alle Fälle gerne weiterhin mit ihnen in Kontakt bleiben wollen. Uns bleiben auch Erinnerungen an mehrere Tage Regen, teilweise sehr heftig. Wir waren alle so dankbar dafür. Denn Wasser ist Leben.

So waren 3 Wochen schnell rum und unser letzter Reisetag endete mit einem Gebetstreffen mit Christen am Morgen und dem Abflug nach Deutschland am Nachmittag.

Sala gahle!

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